Starterbatterie

Viele Autofahrer haben bereits mit der Situation Bekanntschaft machen müssen, dass sie den Zündschlüssel drehten und außer einem verhaltenen Knacken war nichts zu hören. Die Batterie war entladen. Technikinteressierten stellt sich jedoch die Frage, was eigentlich in einem solchen Moment passiert.

Wozu dient eine Starterbatterie

Jeder Verbrennungsmotor, ob Benzin oder Diesel, kann gestartet werden, indem dessen Kurbelwelle von Hand durchgedreht wird. Dasselbe passiert beim Anschieben eines Fahrzeuges, wenn ein Gang eingelegt ist. Der Zündmechanismus wird dabei in Gang gesetzt und der Motor startet. Um sich diese umständliche Prozedur zu vereinfachen, wurde der Anlasser erfunden. Er wird beim Starten des Motors indirekt eingeschaltet, denn der Zündschlüssel schließt lediglich den Stromkreis eines Zugmagneten. Dessen Hauptkontakt überträgt den hohen Strom, der erforderlich ist, um den Anlasser und damit die Kurbelwelle des Motors durchzudrehen. Diesen hohen Strom liefert die Starterbatterie. Das Knacken, welches eine entladene Batterie hervorruft, ist lediglich das hörbare Schließen dieses Hauptkontaktes. Die hohe Stromabgabe, die zum Drehen der Kurbelwelle erforderlich wäre, kann eine entladene Batterie jedoch nicht mehr abgeben und der Motor springt nicht an.

Wie ist eine Starterbatterie beschaffen

Die klassische Starterbatterie besteht aus einem Gehäuse, in dem zwischen mehreren Bleiplatten durch einen elektrolytischen Vorgang in Schwefelsäure eine elektrische Spannung erzeugt wird. Diese Gleichspannung steht an den beiden Anschlusspolen der Batterie, also Plus und Minus, zur Verfügung.
Die Spannung beträgt bei fast allen Starterbatterien für Autos und Motorräder 12 Volt. Bei Lkw indessen wird durch die höhere erforderliche Leistung mit 24 oder 48 Volt gearbeitet.
Entsprechend der Anzahl der Bleiplatten und des Aufbaus entwickeln Starterbatterien unterschiedlich hohe Leistungen, die in Amperestunden (Ah) gemessen werden. Für jedes Fahrzeug wird während seiner Entwicklung eine Starterbatterie eingeplant, die in der Lage ist, die erforderliche Leistung abzugeben. Bei einem Ersatz kann eine leistungsstärkere, aber spannungsgleiche Starterbatterie verwendet werden.
Bei neuesten Batterien werden statt der Bleiplatten Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen verwendet.

Was leistet eine Starterbatterie

Ihre größte Aufgabe besteht darin, den Startvorgang des Motors auszulösen. Dazu muss eine Starterbatterie immer gut geladen sein. Wenn der Motor ausgeschaltet ist, erzeugt jedoch die Lichtmaschine keinen Strom und die Batterie muss in dieser Situation auch alle Verbraucher mit Strom versorgen. Das betrifft die Beleuchtung, Scheibenheizungen, Bordcomputer, Autoradio und alle sonstigen elektrischen Einbauten.
Deshalb kommt der Batteriewartung große Aufmerksamkeit zu. Moderne Starterbatterien sind nahezu wartungsfrei. Jedoch sollte in regelmäßigen Abstand überprüft werden, ob sich der Säurestand leicht oberhalb der Bleiplatten befindet. Bei häufiger Verwendung ohne laufendem Motor muss die Starterbatterie regelmäßig nachgeladen werden.
Entsprechend ihrer Qualität sowie regelmäßiger Pflege und Wartung beträgt die Lebensdauer einer Starterbatterie zwischen 4 und 7 Jahren.