Milliamperestunden (mAh)

Kapazität in Milliamperestunden (mAh)
Die Angabe mAh steht für Milliamperestunden und gibt die gespeicherte Ladungsmenge der elektrischen Energie an. Dabei stellt eine Milliamperestunde die Ladungsmenge dar, die in einer Stunde durch das Gerät und den entsprechenden Leiter fließt. Dabei gilt als Voraussetzung, dass der Stromfluss konstant bei einem Milliampere (1 mA) liegt. Milliamperestunden müssen in Bezug auf die Kapazität eines Akkus von der allgemeinen elektrischen Kapazität in Farad und von der Leistungsfähigkeit in Watt abgegrenzt werden, da sie mit diesen nicht direkt zusammen hängen, sondern eine individuelle Einheit darstellen, die hauptsächlich im Zusammenhang mit einer Batterie oder einem Akku zur Anwendung kommt.

Ein Akku oder eine Batterie mit 500 mAh Kapazität kann bei Raumtemperatur, die als ideale Temperatur gilt, eine Stunde lang 500 mA oder 10 Stunden 50 mA (Milliampere) abgeben. Führt man Messungen durch, die beispielsweise den aktuellen Stromverbrauch in einem Handy erfassen, ergeben sich daraus ungefähre Angaben, wie lange der Akku benötigt, bis er sich vollständig entladen hat. Dasselbe gilt auch für die Verwendung einer Batterie. Die angegebenen Milliamperestunden sind insbesondere dann aufschlussreich, wenn genauere Angaben über den Stromverbrauch des Gerätes zur Verfügung stehen. So ergeben sich erhebliche Kapazitätsunterschiede zwischen dem Betrieb im Stand-by Modus und dem Betrieb unter Last, das heißt wenn viele Applikationen auf einem Handy laufen oder man mit dem Handy telefoniert.

Trotz hoher Kapazitäten von rund 1000 mAh können sich sowohl Akku als auch Batterie schnell entladen, wenn der Energiebedarf des Verbrauchers sehr hoch ist. Deshalb ist hier auch allgemein die Verwendung eines Akkus ratsamer, da man diesen wieder aufladen kann. Durch häufiges Laden des Akkus können nun wiederum die tatsächlich zur Verfügung stehenden Milliamperestunden abnehmen. Deshalb sollte man einen Akku stets komplett entladen und erst dann wieder aufladen, wenn das betriebene Gerät darauf hinweist. Lithium-Ionen Akkus haben keinen Memoryeffekt und „merken“ sich nicht ihren letzten Ladestand, so dass sie problemlos auch früher wieder geladen werden können. Deshalb finden sie vor allem in Handys und als Laptop Akku Verwendung.